Privatinsolvenz in England Erfahrungs-Bericht eines Lesers

Erfahrungsbericht zum Ablauf der Insolvenz in England

Hier möchte ich einen kurzen Erfahrungsbericht eines Lesers veröffentlichen, der im Dezember 2013 seine Restschuldbefreiung erlangt hat. Noch einmal herzlichen Glückwunsch dazu.

Wie alt bist Du und wie hoch waren ca. Deine Verbindlichkeiten?

Ich bin jetzt 42 und meine Verbindlichkeiten waren jenseits der 100.000 Euro.

Wie war Dein Englisch und hattest Du sprachliche Hürden?

Mein Englisch war gut, aber es hat sich innerhalb kürzester Zeit noch mal erheblich verbessert, so dass der Aufenthalt durchaus als Language Experience betrachtet werden kann.

Wie lange hat Dein Verfahren mit Einführung des Lebensmittelpunktes in
England gedauert?

Ich habe insgesamt 2 Jahre in England gewohnt und der Verfahren hat exakt 12 Monate gedauert.

Wie bist Du auf die Idee gekommen Deine Insolvenz in England durch zu
führen?

Durch Recherche im Internet und nach Besprechung mit meinen Anwälten.

Wie beurteilst Du im Nachhinein, die Idee die Insolvenz in England
durchgeführt zu haben (nach erteilter Restschuldberfreiung)?

Eine der besten Entscheidungen, die ich jemals getroffen habe.

Würdest Du noch einmal diesen Weg gehen?

Selbstverständlich. Ganz genau so.

Wie schwer würdest Du das Unterfangen „englische Privatinsolvenz“ auf
einer Scala von 1-10 beurteilen (1=sehr leicht, 10= sehr schwer, nahezu
unmöglich)

1

Würdest Du diese Möglichkeit anderen Menschen mit ähnlichen finanziellen
Problemen empfehlen? Falls ja, warum?

Absolut! Man muss nur die Zeiträume der Insolvenz in UK und Deutschland vergleichen und schon liegt es auf der Hand. Englisch ist dazu keine schwere Sprache und England ein Land, in dem man gut zurecht kommt.

Hast Du Helfer bzw. Anwälte gehabt, falls ja wie viel hast Du dafür
bezahlt?

Ich habe für diverse kleine Beratungen, Schriftverkehr und Übersetzungen kleine Honorare bezahlt, aber meine Kosten beliefen sich inkl. der Kosten in UK weit unter 1000 Euro.

Da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es manchmal nicht so einfach ist
möchte ich Dich Fragen was aus Deiner Sicht das Schwerste während deiner
Zeit in England war, was hat Dir das meiste Kopfzerbrechen bereitet und
wie beurteilst Du dieses „Problem“ aus jetziger Sicht?

Das Schwerste war sicherlich, einen Job zu finden, der einem so viel Income beschert, dass man auch mal nach Hause fliegen kann und das recht teure englische Leben bezahlen kann. Aber mit ausreichenden Englisch-Kenntnissen und einer gewissen Flexibilität ist auch das kein Problem.

Bitte schildere kurz den Ablauf deines Insolvenzverfahrens – kam es zu
Komplikationen mit dem Hight Court bzw. dem Official Receiver oder lief
alles reibungslos?

Es waren insgesamt 5 Termine, die alle komplett reibungslos verliefen:
Das Ausfüllen, Abgeben und Besprechen der Unterlagen mit einem Gerichtsmitarbeiter
Die dreiminütige Anhörung beim Richter
Das erste Gespräch mit dem Insolvenzverwalter und zwei weitere Termine mit ihm, die lediglich begleitenden Charakter hatten

Kam es zu Komplikationen nach der Rückkehr nach Deutschland – wie hat
sich die Schufa bzw. die Schuldnergerichte verhalten, als Du Ihnen das
Englische Certificate/Letter of Discharge vorgelgt hast.

Nein, es gab absolut keine Probleme. Verdrießlich ist lediglich, dass die Einträge noch drei Jahre bei der Schufa gespeichert werden. Da lassen die absolut nicht mit sich verhandeln und auch ein Anwalt richtet da nichts aus.

Was hat Dich das Verfahren ca. gekostet?

Das ist schwer zu beantworten, da ich ja 2 Jahre in England gelebt und gearbeitet habe. Aber die reinen Zusatzkosten das Verfahren betreffend belaufen sich auf unter 1000 Euro.

Weitere Informationen zur Privatinsolvenz in England sowie 6 Wertvolle Tips damit Ihr Insolvenzvorhaben nicht scheitert finden Sie in unserem kostenlosen e-Book

[wpshopgermany product=“13″]

Eine Antwort auf „Privatinsolvenz in England Erfahrungs-Bericht eines Lesers“

  1. Könnte ich ein Konto mit Kreditkarte mit (500-1000 € verfügungsrahmen) ohne allzu hohe Gebühren in England erhalten, damit ich meine derzeitig lfd. Insolvenz in D auflösen bzw. mindestens verkürzen könnte?
    Diesen Kommentar habe ich meines Wissens noch nie geschrieben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.