Brexit: Insolvenz in England – Auswirkungen und mögliche Folgen.

Brexit Insolvenz in Großbritannien
Update zum Brexit vom 24.06.2016

England wird die EU verlassen, dass ist jetzt sicher, aber keine Sorge dieser Prozess wird min. 2 Jahre dauern.

51,9 % der britischen Wähler haben bei dem gestrigen Referendum für den Austritt des Landes aus der Europäischen Union gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag bei über 70 %. Schottland und Nord-Irland stimmten mehrheitlich für einen Verbleib in der Europäischen Union ab. In diesen Ländern werden Stimmen laut sich von England zu trennen und der EU die Treue zu halten (vermutlich wird es hier in absehbarer Zeit auch zu einem Referendum kommen).

Wie beeinflusst der EU Ausstieg (Brexit) die Insolvenz in England für EU-Bürger?

Die EU hat klargemacht, dass England den Prozess des EU-Austritt „so schnell wie möglich“ wirksam mache, „wie schmerzhaft dieser Prozess auch sein mag“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Präsidenten von EU-Kommission, Europaparlament, Rat und des rotierenden EU-Vorsitzes. Der Austritt wird in Artikel 50 des EU-Vertrags von Lissabon geregelt. Demnach müsste Großbritannien das Austrittsgesuch in Brüssel anmelden. Danach beginnen Verhandlungen.

Auch nach dem Brexit bleiben die EU-Regeln für Großbritannien zwei weitere Jahre in Kraft. Das bedeutet dass Sie mindestens bis Ende 2018 noch Zeit haben die Insolvenz in England durchzuführen und in Deutschland oder Österreich anerkennen zu lassen. Vermutlich wird sich dieser Zeitraum noch ein wenig ausweiten! Experten gehen von einem frühesten Austritt 2019 aus. Da das englische Insolvenzverfahren mit Vorbereitung max. 18 Monate dauert (6 Monate Wohnsitzverlagerung: COMI) sowie max. 12 Monate Verfahrensdauer, kann das Verfahren noch bedenkenlos durchgeführt werden.

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Dieser Spiegel Artikel beschreibt den möglicher Zeitplan – so läuft Englands Austritt aus der EU

Kann sich der Brexit auf die Ihr Insolvenzverfahren in England auswirken?

Unter Brexit wird ein möglicher Ausstieg des Vereinten Königkreichs (UK) aus der Europäischen Union verstanden. Das Wort „Brexit“ setzt sich aus den Worten Britain (Großbritannien) und Exit (Austritt) zusammen. Sollte England durch einen Brexit  zukünftig kein Mitgliedsstaat der EU mehr sein, entfällt auch die Anerkennung des englischen Insolvenzverfahrens in den Mitgliedsstaaten der EU. Das bedeutet das Deutschland oder Österreich die erlangte Restschuldbefreiung (Discharge) in England nicht mehr anerkennen wird.  Folglich wird es für EU Bürger nicht mehr möglich sein  Ihr Insolvenzverfahren in England durchzuführen und in Deutschland oder Österreich anerkennen zu lassen!

Wann findet das Referendum in England statt?

Am 23. Juni 2016 findet das Referendum über den Verbleib Englands in der Europäischen Union (EU)statt. Bei diesem Referendum stimmt die englische Bevölkerung entweder für oder gegen den Verbleib in der EU.

“Should the United Kingdom remain a member of the European Union or leave the European Union?

  • Remain a member of the European Union
  • Leave the European Union

Welche Auswirkungen hat ein eventueller Austritt Englands auf ein laufendes Insolvenzverfahren

Ein Ausstieg Englands wird nicht von heute auf morgen stattfinden, es bedarf einer gewissen Übergangsfrist. Experten rechnen nicht vor 2019 mit einem Austritt aus der Europäischen Union. Alle abgeschlossenen Insolvenzverfahren, wie auch laufende Verfahren werden vermutlich durch einen möglichen Austritt nicht mehr betroffen sein. Sollte der Brexit beschlossen werden, wird es einige Zeit dauern bis bestehende EU-Verträge und Gesetzte aufgekündigt werden und durch nationale britische Gesetze abgelöst werden.

https://www.youtube.com/watch?v=YEzG3IdcHIc

Insolvenztourismus nach England

Was vermeintliche „Soforthilfe“ bringt, titelt der Focus Online zum Thema Privatinsolvenz

Heute bin ich bei meiner Onlinerecherche zum Thema Privatinsolvenz über den Artikel „Was vermeintliche „Soforthilfe“ bringt“ von Focus Online gestolpert. Darin warnt Marius Stark von der Arbeitsstelle Sozialberatung für Schuldner der Caritas, vor den Insolvenzhelfern und Ihren überhöhten Honoraren.

Auch ich teile seine Meinung im Bezug auf die EU-Insolvenz: diese Berater, Anwälte und Helfer wollen alle nur das Eine – Ihr Geld.

Sicherlich gibt es auch seriöse Helfer oder Rechtsanwälte die sich sehr gut in Ihrem Gebiet auskennen. Jedoch ist es nach meiner Erfahrung nicht notwendig 5.000 -20.000 Euro für diese Art der Hilfestellung auszugeben. Wenn Sie jetzt über die Höhe der Honorare staunen, kann ich Ihnen versichern dass dies der Realität entspricht.

Lesen Sie in unseren kostenlosen Report, wie Sie Ihren herausfinden ob Ihre Helfer seriös arbeiten und welche Punkte Sie bei der Insolvenz in England unbedingt beachten müssen.

Privatinsolvenz in England - Das müssen Sie beachten
6 kostenlose Tricks für die Privatinsolvenz in England

Zur erfolgreichen Durchführung der Privatinsolvenz in England  sind diese „Helfer“ eher hinderlich als behilflich. Das Geld können Sie sich getrost sparen.

In einem Punkt möchte ich Herrn Stark jedoch widersprechen, es ist nach wie vor und auch ohne Helfer möglich, die Insolvenz beispielsweise in England durchzuführen. Meine eigene Privatinsolvenz in England lief gänzlich ohne Komplikationen ab und die Restschuldbefreiung war genau nach 365 Tagen offiziell auch gab es keinerlei Probleme nach meiner Rückkehr nach Deutschland. Auch bestätigen mir das immer wieder meine Leser.

Die von Herrn Stark angesprochene Garantie, Ihre Schulden loszuwerden haben Sie übrigens auch in Deutschland nicht. Hier kann Ihnen die Restschuldbefreiung versagt werden, wenn Sie gegen Verfahrensauflagen verstoßen. Das Verfahren in Deutschland ist deutlich komplizierter und auch teurer (wenn wir die reinen Kosten für die Insolvenz betrachten). Nach wie vor dauert die Privatinsolvenz in England genau 12 Monate unabhängig von der Rückführungsquote!!!